Menü

Sortiment

FI-Schutzschalter & FI/LS

Seite 5 von 5 · 211 Produktfamilien

FI/LS-Schalter DS201-C, 1P+N

ABB STOTZ-KONTAKT

FI/LS-Schalter DS201-C, 1P+N

ab101,47 €UVP 167,43 €−39 %inkl. 19 % MwSt., zzgl. Versand21 Varianten

FI-Schutzschalter: zwei Stromangaben mit unterschiedlicher Bedeutung

Der Bemessungsstrom In wird in Ampere angegeben. Der Bemessungsfehlerstrom IΔn beschreibt eine andere Kenngröße und steht häufig in Milliampere auf dem Gerät. 40 A und 30 mA können deshalb gleichzeitig zu einem FI-Schalter gehören. Die Werte sind nicht austauschbar und erfüllen unterschiedliche Aufgaben bei der Auswahl.

Fehlerstromtyp und Polzahl beachten

Der Fehlerstromtyp beschreibt, welche Fehlerstromformen das Gerät erfasst. Er ist keine Qualitätsstufe. Auch die Polzahl muss zur vorgesehenen Anwendung passen. Bei einem FI/LS-Schalter ist zudem zwischen geschützten Polen und einem mitschaltenden Neutralleiter zu unterscheiden.

Nutze Strom-, Fehlerstrom- und Polzahlfilter zur Eingrenzung. Bei FI/LS-Ausführungen kommt die Auslösecharakteristik des Leitungsschutzteils hinzu. Ein fehlender Filterwert ist kein Nachweis dafür, dass eine Eigenschaft fehlt: Vergleiche in diesem Fall die Herstellerangaben zur konkreten Variante.

Auswahl statt pauschaler Austausch

Ein anderer Fehlerstromtyp oder ein anderer Bemessungsfehlerstrom kann die Schutzfunktion verändern. Für einen Austausch braucht die Elektrofachkraft deshalb die vollständige Typbezeichnung und die Anforderungen des Stromkreises. Eine höhere Zahl bedeutet hier nicht automatisch eine passendere Lösung.

ABB-Familien für den Vergleich

Die zweipoligen F202 A sind reine FI-Schutzschalter. Die Familie DS201-B kombiniert FI- und Leitungsschutzfunktion in Ausführungen mit 1P+N. Separate Geräte für den Überstromschutz findest du unter Leitungsschutzschalter.

Hager-FI und FI/LS in derselben Kategorie

Hager ergänzt die Kategorie um FI-Schutzschalter und FI/LS-Schalter. Neben Typ A gibt es dort Fehlerstromtypen, die mehr Fehlerstromformen erfassen: Typ F erkennt laut Hager zusätzlich Fehlerströme mit Mischfrequenzen bis 1 kHz, wie sie bei einphasigen Geräten mit Frequenzumrichter auftreten können. Welcher Typ nötig ist, ergibt sich aus den angeschlossenen Verbrauchern und den Herstellerangaben - prüfe ihn am jeweiligen Artikel. Alle Hager-Produkte findest du bei Hager.

Für dein Projekt

Häufige Fragen zu FI-Schutzschalter & FI/LS

Was ist der Unterschied zwischen Hager LS, FI und FI/LS?

Ein Leitungsschutzschalter (LS) schaltet bei Überlast und Kurzschluss ab und schützt damit die Leitung. Ein FI-Schutzschalter vergleicht den hin- und den zurückfließenden Strom und schaltet ab, wenn ein Fehlerstrom gegen Erde abfließt, etwa über einen Körper - gegen Überlast und Kurzschluss schützt er nicht. Ein FI/LS-Schalter vereint beide Funktionen in einem Gerät. Welche Typen und Bemessungswerte es gibt, zeigen die Filter der jeweiligen Kategorie.

Wann nimmt man einen FI/LS statt FI und LS getrennt?

Im getrennten Aufbau sichert ein FI-Schutzschalter meist mehrere Stromkreise, die jeweils einen eigenen Leitungsschutzschalter haben. Löst der FI aus, ist die ganze Gruppe ohne Strom. Ein FI/LS-Schalter schützt einen Stromkreis vollständig für sich, ein Fehler schaltet nur diesen einen Kreis ab. Hager nennt als weiteren Vorteil den geringeren Platzbedarf im Verteiler. Wie die Stromkreise aufgeteilt und geschützt werden, legt die Planung der Elektrofachkraft fest.

Was unterscheidet einen FI-Schutzschalter von einem FI/LS-Schalter?

Ein FI-Schutzschalter, auch RCCB genannt, bietet Fehlerstromschutz ohne integrierten Überstromschutz. Ein FI/LS-Schalter, auch RCBO genannt, ergänzt Überlast- und Kurzschlussschutz. Welche Kombination benötigt wird, ergibt sich aus der Planung des Stromkreises.

Was ist der Unterschied zwischen 40 A und 30 mA auf einem FI-Schalter?

40 A bezeichnen den Bemessungsstrom, 30 mA den Bemessungsfehlerstrom. Die 30 mA sind keine zulässige Last des Stromkreises. Vergleiche beide Werte getrennt und übernimm sie nicht von einer ähnlich benannten Variante.

Was bedeutet Typ A bei einem FI-Schalter?

Typ A bezeichnet einen Fehlerstromtyp, der sinusförmige Wechselfehlerströme und pulsierende Gleichfehlerströme erfasst. Daraus lässt sich keine allgemeine Eignung für jedes angeschlossene Gerät ableiten. Maßgeblich sind die Anforderungen der Anwendung und die Herstellerangaben.

Ist ein FI-Schutzschalter Pflicht?

Bei neuen Anlagen und bei den Teilen einer Anlage, die geändert oder erweitert werden, verlangen die Normen der Reihe DIN VDE 0100 in mehreren Fällen einen FI mit einem Bemessungsfehlerstrom von höchstens 30 mA. Nach DIN VDE 0100-410 gilt das für Steckdosen bis 32 A, die von Laien genutzt werden und zur allgemeinen Verwendung bestimmt sind, für Endstromkreise bis 32 A, die ortsveränderliche Geräte im Außenbereich versorgen, und für Beleuchtungsstromkreise in Wohnungen in TN- und TT-Systemen. Für Orte mit Badewanne oder Dusche gelten zusätzlich die besonderen Schutzanforderungen der DIN VDE 0100-701. Eine allgemeine Pflicht, bestehende Anlagen nachzurüsten, folgt aus DIN VDE 0100-410 nicht. Welche Stromkreise in deiner Anlage einen FI brauchen und welcher Typ passt, legt eine Elektrofachkraft fest.

Was unterscheidet Fehlerstromtyp A und Typ B?

Typ A erfasst sinusförmige Wechselfehlerströme und pulsierende Gleichfehlerströme. Typ B erfasst zusätzlich glatte Gleichfehlerströme und wird unter anderem bei Frequenzumrichtern, Wallboxen und manchen PV-Wechselrichtern gefordert. Welcher Typ ein Artikel ist, steht beim jeweiligen Artikel.