Hallenleuchten

In Werkstatt, Lager und Produktionshalle zählt Licht doppelt: Es entscheidet über Arbeitssicherheit und Präzision - und über die Stromrechnung, denn Hallenbeleuchtung läuft viele Stunden am Tag. LED-Hallenleuchten (Highbay) ersetzen alte HQL- und Halogenmetalldampf-Strahler mit einem Bruchteil der Anschlussleistung und ohne Aufwärmzeit.

Für die Planung zählen Montagehöhe und Abstrahlwinkel (eng gebündelt für hohe Decken, breit für niedrige), der Lichtstrom in Lumen und die Lichtfarbe - in Arbeitsbereichen haben sich 4000-5000 K bewährt. Für Feucht- und Staubbereiche gehören Leuchten mit entsprechender Schutzart an die Decke. Dimmbare Modelle und Versionen mit Sensorvorbereitung senken die Betriebskosten zusätzlich.

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LED-Hallenstrahler für Werkstatt, Lager und Industrie

Ab etwa sechs Metern Deckenhöhe spielt die Hallenleuchte ihre Stärke aus: Als Highbay-Strahler bündelt sie viel Licht aus großer Höhe auf den Boden, wo eine flache Leiste längst nicht mehr hinkommt. Für niedrigere Räume sind Lichtleisten die passende Klasse. Unser Sortiment umfasst 79 Leuchten von 52 bis 243 W mit 6.400 bis 51.900 Lumen - die Auswahl entscheidet sich an Höhe, Fläche und Umgebung, nicht an der Wattzahl allein.

Was eine Hallenleuchte von einer Lichtleiste unterscheidet

Beide bringen Licht an die Decke, aber sie tun es unterschiedlich. Eine Lichtleiste verteilt ihr Licht breit über eine lange Achse und sitzt typischerweise in drei bis fünf Metern Höhe. Ein Hallenstrahler konzentriert seinen Lichtstrom auf eine runde oder quadratische Fläche und ist darauf ausgelegt, diese Strecke auch aus acht oder zwölf Metern zu überbrücken.

Der praktische Unterschied liegt im Lichtstrom pro Punkt. Unsere Hallenleuchten liefern zwischen 6.400 und 51.900 Lumen aus einer einzigen Leuchte. Eine Lichtleiste derselben Baugröße kommt selten über 6.000 Lumen. Je höher die Decke, desto mehr Licht muss ein einzelner Punkt liefern, damit unten noch etwas ankommt - deshalb die kompakte, lichtstarke Bauform.

Die zweite Unterscheidung ist die Robustheit. Hallenleuchten hängen dort, wo Staub, Feuchtigkeit und Stöße zum Alltag gehören. 49 der 68 Leuchten mit Schutzart-Angabe tragen IP65, weitere 15 sogar IP66 oder IP67.

Wie viel Lumen du für deine Fläche brauchst

Die Faustregel geht über die Beleuchtungsstärke in Lux, nicht über Watt. Für Lagerhallen mit Gangverkehr sind 150 lx üblich, für Produktionsarbeitsplätze 300 bis 500 lx, für Prüf- und Montagearbeit auch mehr. Lux mal Quadratmeter ergibt grob den nötigen Lichtstrom - zuzüglich eines Aufschlags für Wartungswert und Verluste.

Drei Rechenbeispiele aus dem Sortiment. Eine Werkstatt mit 150 m² und 300 lx braucht rund 45.000 Lumen Nutzlichtstrom, mit Aufschlag etwa 55.000 bis 65.000 Lumen: das sind drei bis vier Leuchten der 120-W-Klasse zu je 16.000 bis 18.000 Lumen. Eine Lagerhalle mit 400 m² und 200 lx kommt auf 80.000 Lumen, mit Aufschlag 100.000 bis 120.000 Lumen - vier bis fünf Leuchten zu 26.000 Lumen oder zwei bis drei der stärksten mit 51.900 Lumen. Eine Produktionshalle mit 1.000 m² und 300 lx liegt bei 300.000 Lumen Nutzlichtstrom, also rund 380.000 Lumen mit Aufschlag: sieben bis acht Leuchten der 240-W-Klasse.

Die genaue Zahl hängt an Raumgeometrie, Reflexionsgraden und Wartungsfaktor; für eine belastbare Auslegung braucht es eine Lichtplanung. Die Effizienz unserer Leuchten liegt zwischen 107 und 260 Lumen pro Watt, im Mittel bei 141 lm/W. Bei gleichem Lichtstrom trennt das die sparsame von der durstigen Lösung deutlicher als jede Wattangabe im Produktnamen.

Welche Leistungsklasse zu welcher Montagehöhe passt

Die Leistung folgt der Höhe, weil die Beleuchtungsstärke mit dem Quadrat des Abstands abnimmt. Als Orientierung aus unserem Sortiment: Bis etwa sechs Meter reichen 52 bis 120 W - das sind 24 Leuchten mit 6.400 bis 18.000 Lumen. Zwischen sechs und zehn Metern liegt die meistgefragte Klasse: 120 bis 156 W, 23 Leuchten mit 16.000 bis 26.537 Lumen. Ab zehn Metern kommen 200 bis 243 W zum Zug, 21 Leuchten mit 29.338 bis 51.900 Lumen.

Die beiden meistgefragten Stufen führen wir als eigene Übersichten: LED-Hallenleuchten 150 Watt für mittlere Hallenhöhen und LED-Hallenleuchten 200 Watt für hohe Decken.

Zwischen 156 und 200 W führen wir derzeit keine Leuchte. Das ist kein Zufall: Die Hersteller staffeln ihre Serien in Sprüngen, und der Bereich dazwischen wird über PowerSwitch-Modelle abgedeckt, die sich auf mehrere Stufen umschalten lassen.

Warum der Abstrahlwinkel über das Ergebnis entscheidet

Der Winkel bestimmt, ob das Licht als schmaler Kegel nach unten fällt oder sich flächig verteilt. Er muss zur Höhe passen, sonst hilft auch der stärkste Strahler nicht.

Enge Winkel um 30 bis 60 Grad werfen das Licht gezielt nach unten und sind für hohe Decken ab etwa acht Metern gedacht - 28 unserer Leuchten liegen in diesem Bereich. Mittlere Winkel um 90 Grad decken den Regelfall zwischen sechs und acht Metern ab, breite Winkel um 120 Grad verteilen flächig und passen zu niedrigeren Montagehöhen; 20 Leuchten arbeiten mit 120 Grad.

Bei Regallagern gilt eine Sonderregel: Dort zählt nicht die Bodenhelligkeit, sondern das Licht in der Gasse. Ein enger Winkel längs der Gasse bringt mehr als ein breiter, der die Regalrücken anleuchtet.

Was IP65 und IK10 in der Halle bedeuten

Die Schutzart beschreibt zwei Dinge in einer Zahl. Die erste Ziffer steht für Staub, die zweite für Wasser. IP65 heißt staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser - das deckt Produktionshallen, Lager und Werkstätten ab. IP66 hält starkem Strahlwasser stand, IP67 zeitweiligem Untertauchen; solche Leuchten sind für Waschhallen, Nassbereiche und Außenmontage gedacht.

In unserem Sortiment: 49 Leuchten mit IP65, 7 mit IP66, 8 mit IP67 und 4 mit IP54. Die IP54-Modelle gehören in trockene Innenräume.

Die Stoßfestigkeit läuft über den IK-Wert. IK10 steht für 20 Joule Schlagenergie, was etwa einer 5-kg-Masse aus 40 cm Höhe entspricht - relevant dort, wo Stapler, Kräne oder Sportgeräte in Leuchtennähe unterwegs sind. 36 unserer Leuchten weisen IK10 aus.

Welche Lichtfarbe in die Halle gehört

Die Farbtemperatur wirkt auf Wahrnehmung und Ermüdung. 4000 K ist neutralweiß und der Standard für Arbeitsbereiche, in denen Menschen dauerhaft tätig sind - 35 unserer Leuchten liefern diesen Wert. 5000 bis 6000 K wirkt kühler und kontrastreicher; solche Leuchten sitzen eher in Lagerbereichen, Kühlhäusern oder bei Kontrollaufgaben. Wir führen 16 Leuchten mit 5000 K, 11 mit 5700 K und 6 mit 6000 K.

Für die Farbwiedergabe gilt in Hallen üblicherweise CRI 80 als ausreichend. Unsere Leuchten liegen zwischen CRI 80 und 85. Wo Farben unterschieden werden müssen - Lackierung, Qualitätskontrolle, Elektromontage - ist der höhere Wert die sichere Wahl.

Wann sich Dimmen und DALI lohnen

62 unserer 68 Leuchten mit Angabe sind dimmbar. Das ist weniger ein Komfortmerkmal als eine Betriebskostenfrage: Eine Halle, die tagsüber Tageslicht bekommt und nachts nur Wegebeleuchtung braucht, fährt gedimmt einen erheblichen Teil der Betriebsstunden.

Bei der Schnittstelle gibt es zwei Wege. 1-10 V und 0-10 V sind analog, einfach zu verdrahten und für gruppenweises Dimmen ausgelegt - 9 Leuchten tragen diese Angabe. DALI ist digital, adressiert jede Leuchte einzeln und meldet Störungen zurück; 13 Leuchten in unserem Sortiment arbeiten mit DALI. Für eine Halle mit wenigen Kreisen genügt 1-10 V, für Anlagen mit Zonen, Szenen oder Anbindung an die Gebäudetechnik ist DALI die tragfähigere Wahl.

Was die Leuchten kosten und wie du rechnest

Die Preise reichen von rund 145 € für die kompakte 52-W-Klasse mit 6.400 Lumen bis über 800 € für lichtstarke Ausführungen mit DALI und hoher Schutzart. Die Rechnung, die zählt, ist aber nicht der Anschaffungspreis, sondern der Verbrauch über die Laufzeit.

Ein Beispiel mit Zahlen: Zehn Leuchten zu je 150 W laufen 3.000 Stunden im Jahr und verbrauchen 4.500 kWh. Bei 30 Cent je Kilowattstunde sind das 1.350 € Stromkosten pro Jahr. Dieselbe Lichtmenge mit Leuchten zu 260 lm/W statt 107 lm/W braucht rund 1.850 kWh, also etwa 555 € - eine Differenz von rund 795 € im Jahr. Die Mehrkosten der effizienteren Leuchten holt diese Differenz je nach Preisunterschied in zwei bis vier Jahren wieder herein.

Die Nutzlebensdauer unserer Leuchten liegt zwischen 50.000 und 100.000 Stunden. Bei 3.000 Betriebsstunden im Jahr sind das 17 bis 33 Jahre rechnerische Laufzeit - die Leuchte überlebt in aller Regel die Halle, in der sie hängt.

Wer eine bestehende Anlage tauscht, sollte die Lichtplanung mitrechnen: Weniger, dafür stärkere Leuchten ändern die Verteilung. Ein Eins-zu-eins-Tausch alter Positionen führt oft zu Überversorgung an der einen und Schatten an der anderen Stelle.

Häufige Fragen zu Hallenleuchten

Wie viele Hallenstrahler brauche ich für 500 m²?
Bei 200 lx Zielbeleuchtungsstärke sind rund 100.000 bis 150.000 Lumen nötig. Mit Leuchten zu 26.000 Lumen entspricht das vier bis sechs Stück, mit 51.900 Lumen zwei bis drei. Die genaue Zahl hängt von Deckenhöhe, Raumgeometrie und Reflexionsgraden ab.
Welche Wattzahl passt bei 8 Metern Deckenhöhe?
In dieser Höhe arbeiten üblicherweise Leuchten zwischen 120 und 156 W mit 16.000 bis 26.537 Lumen. Entscheidend ist zusätzlich der Abstrahlwinkel: Bei 8 Metern passt ein Winkel um 60 bis 90 Grad.
4000 K oder 5000 K - was ist richtig?
4000 K ist neutralweiß und der Standard für Arbeitsplätze mit dauerhafter Tätigkeit. 5000 K und mehr wirkt kühler und kontrastreicher und passt zu Lager-, Kühl- und Kontrollbereichen. Wir führen 35 Leuchten mit 4000 K und 33 mit 5000 K und darüber.
Was bedeutet IK10?
IK10 ist die höchste Stufe der Stoßfestigkeit nach EN 62262 und steht für 20 Joule Schlagenergie. Das entspricht etwa einer 5-kg-Masse aus 40 cm Höhe. 36 unserer Hallenleuchten weisen IK10 aus.
Reicht IP65 oder brauche ich IP66?
IP65 ist staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt und deckt Produktion, Lager und Werkstatt ab. IP66 hält starkem Strahlwasser stand und ist für Waschhallen, Nassbereiche und Außenmontage gedacht. Wir führen 49 Leuchten mit IP65 und 15 mit IP66 oder IP67.
Kann ich Hallenstrahler dimmen?
62 unserer 68 Leuchten mit Angabe sind dimmbar. Analoge Schnittstellen wie 1-10 V eignen sich für gruppenweises Dimmen, DALI adressiert jede Leuchte einzeln und ist bei Zonen, Szenen und Gebäudetechnik-Anbindung im Vorteil. 13 Leuchten arbeiten mit DALI.
Wie lange hält eine LED-Hallenleuchte?
Die Nutzlebensdauer liegt bei unseren Modellen zwischen 50.000 und 100.000 Stunden. Bei 3.000 Betriebsstunden im Jahr entspricht das 17 bis 33 Jahren rechnerischer Laufzeit.